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Ein Herbst voller Neuigkeiten

Idealerweise haben wir verstanden unsere Social Media Präsenz nicht einem überdimensionalen Tupper-Abend nachzuempfinden. Ferner ist es durch das Überangebot an Plattformen wichtig, fokussiert zu bleiben wo man welche Zielgruppe erreichen möchte. Doch selbst mit Augenmerk auf die „Großen“, ist es mit dem einmaligen Einrichten eines Kontos bei Facebook oder Twitter nicht getan. Auch hier gilt es, mit dem beständigen Wandel Schritt zu halten. Das Potential und die Möglichkeiten der von Facebook neu herausgebrachten „Orte“-Funktion, einem Lokalisierungsdienst, der es dem User ermöglicht seinen genauen Standort in Statusmeldungen zu integrieren, sind bisher nur zu erahnen.

Auch wer sich bei Twitter bereits heimisch fühlte, darf die Ohren wieder spitzen: Der Mikroblogging-Dienst wird in den nächsten Wochen mit komplett neuem Design und veränderter Handhabung erscheinen. Gleichzeitig nehmen die Gerüchte über Googles Versuch sich im Social Web zu etablieren, nicht ab. Zwar scheint es, dass sich der Suchdienst mit einem Format namens „Google Me“ mehr um eine Integration vorhandener Dienste bemüht und weniger um eine neue Art von Netzwerk, was die Spannung darauf allerdings nicht schmälert. Aber wie TippEx mit „hunter shoots bear“, einer interaktiven und viralen Kampagne auf YouTube, zeigt, ist dem Ideenreichen auch auf bestehenden Netzwerken die gewünschte Mundpropaganda (in Form von Status-Updates, Retweets und Blogs) garantiert.

Gegen Jahresende, so die Vorhersagen, durchbricht die klassische Online-Werbung erstmals die Grenze von fünf Milliarden Euro, während Display-Werbung auf Mobiltelefonen eine Steigerung um 23 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres erfahren soll. Es wird also nicht direkt einfacher, geschweige denn billiger, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.  Denjenigen aber, die es schaffen mit Ideenreichtum, Kreativität und dem richtigen Kommunikations-Mix zu überzeugen, werden es Blogger, Facebooker oder Twitterer mit Kommentaren, Verlinkungen und vielleicht auch mit ein bisschen Hype danken.

1. Oktober 2010  |  Veröffentlicht in Allgemein  |  Keine Kommentare

Wenn Videos zu Viren werden

Will It Blend?Sie werden verlinkt, verschickt, gepostet und millionenfach geklickt; die Rede ist von viralen Werbespots, die dieser Tage auf zahlreichen Seiten in einer aktuellen Top Ten gewürdigt werden. Interessant ist, dass es unter den meistgesehenen Filmen um Produkte geht, die für sich genommen weder “hip”, noch “trendy” oder “stylish” sind. Schließlich gilt es bei der erfolgreichsten Video-Reihe “Will it blend?“, Gegenstände des täglichen Gebrauchs durch einen Küchenmixer zu jagen. Ob iPad, Golfball oder Vuvuzela – Firmengründer Tom Dickson shreddert so ziemlich alles, was ihm in seiner Fernsehküche in die Finger kommt oder von seinen Fans explizit gewünscht wird.

Ein weiteres Beispiel für ein recht gewöhnliches Produkt ist die “Old Spice“-Kampagne, in der ein sexy Männermodel das traditionsreiche Eau de Toilette (das es immerhin schon seit 72 Jahren gibt) in ein zeitgemäßes Online-Umfeld und auf Platz drei der Viral-Charts katapultiert. Die Videos sind im höchsten Maße unterhaltsam, müssen das aber nicht zum Selbstzweck allein bleiben, wie die unter anderem Verkaufszahlen zeigen. So wird der Kampagne zugeschrieben den Umsatz in den letzten Monaten erheblich gesteigert zu haben. Zwar wird auch über das genaue Umsatzplus und den Einfluss anderer Marketingmaßnahmen gestritten, von der Hand weisen lässt sich die sympathiesteigernde Wirkung dieser Videoclips wohl kaum. Kreativ und witzig bleiben sie allemal.

7. September 2010  |  Veröffentlicht in Allgemein  |  Keine Kommentare

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