Neue Umfrage zur Nutzung von Finanzportalen gestartet
Am vergangenen Montag startete unsere neue Umfrage zur Nutzung und Bewertung von Finanzseiten. Damit setzen wir den Gedanken des “Big Picture”, das eine rein quantitative Analyse darstellt, fort und führen fortan auch eine qualitative Untersuchung dieser Portale und deren Besucher durch. Die Teilnehmer werden dabei zu nutzungsbedingten Gewohnheiten, themenspezifischen Meinungen und favorisierten Bereichen und Seiten befragt. Die Möglichkeit zur Teilnahme an dieser Studie besteht derzeit bei ARIVA.DE, Börse Stuttgart, Finanzen100, finanztreff.de, OnVista und wallstreet:online.
Erste Ergebnisse dieser Umfrage werden wir voraussichtlich noch im Dezember veröffentlichen können. Zusätzlich zum Zahlenwerk aus dem “Big Picture” bietet dieses “Quality Picture” umfassende Einblicke zur inhaltlichen Nutzung der abgefragten Seiten. So lässt sich zukünftig im Rahmen von Kampagnenplanungen zum Beispiel besser differenzieren, auf welchen Seiten verstärkt derivate-interessierte Anleger zu finden sind und wo sich eher der typische Aktieninvestor bewegt.
Taugt Twitter als Marktforschungs-Tool?
Jüngst testete der US-Forscher Noah Smith und sein Team an der Carnegie Mellon University Twitters Potenzial zur Marktuntersuchung. Genauer gesagt wurden mittels spezieller Text-Analysesoftware ca. eine Milliarde Tweets aus den Jahren 2008 und 2009 nach Schlüsselbegriffen und –themen durchstöbert. Am konkreten Beispiel „positive und schlechte Nennungen über Barrack Obama“ erreichte Twitter eine 79-prozentige Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Gallup Telefonumfrage. Daumen hoch.
Im selben Atemzug bleibt allerdings zu erwähnen: Eine solch hohe Korrelation entsteht nur dann, wenn die Web-Community über einen Zeitraum von mehreren Tagen entsprechend viele Meldungen zu einem Thema in Umlauf schickt. Und dass eine rein textbasierte Analysesoftware keinen Sarkasmus identifizieren kann, ist natürlich ebenfalls erwähnenswert.
Als Analyse- und Monitoring-Tool kann Twitter aber allemal überzeugen. Die HP Labs in Palo Alto sind dank Twitter-Auswertungen mittlerweile in der Lage, fast hundertprozentig genaue Prognosen zum Thema Kassenerfolg neuer Kinofilme zu treffen. Beide Daumen hoch.

