Google weiß alles. Weiß Facebook mehr?
Um das Bild der „Datenkraken“ zu bemühen, könnte der Datensammeleifer von Google und Facebook schnell zu einem Kampf der Titanen werden. Wie sich auf FAZ.NET aktuell nachlesen lässt, sind mittlerweile Facebook-Verweigerer längst nicht mehr vor der Datenerfassung sicher. Wer sich darüber nun aufregen mag, gilt möglicherweise als vollkommen altmodisch, denn wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg unlängst feststellte ist Privatsphäre einfach nicht mehr zeitgemäß.
Facebook löst Google als News-Reader ab
Für die einen ist Facebook eine Pinnwand, eine digitale Schweinezucht und einfach nur eine Community für Exhibitionisten. Für andere ist Facebook mittlerweile Informationsmedium Nummer 1. Denn natürlich sind mittlerweile alle wichtigen Medien mit eigenen Seiten auf Facebook vertreten, so dass sich Nachrichten und Kommentare mühelos in den eigenen Live-Feed einbinden lassen. Den Rest erledigen unzählige Status-Updates von Freunden und Bekannten, mittels derer sich auch Nischen-Themen schnell als virales Lauffeuer verbreiten können.
Da verwundert es nicht, dass Facebook angesichts der riesigen Community (aktuell ca. 400 Mio. Mitglieder weltweit) angeblich Google-News als Quelle für Nachrichten- und Medienportale überholt hat. Damit setzt sich offenbar ein seit Jahren vorhergesagter Trend durch: die individualisierte Rezeption von Nachrichten. Im Web 2.0 b(r)aut sich jeder seinen individuellen Nachrichtenstrom zusammen.

