Kurzmitteilungen: Xing, Deutsche Bahn, Green IT
Relaunch bei Xing
Das Business-Netzwerk Xing unterzieht sich einem fundamentalen Umbau und startet im Juni 2011 mit neuer Seitenstruktur und vereinfachter Navigation. Ähnlich wie bei Facebook rücken die Neuigkeiten aus dem eigenen Netzwerk in den Mittelpunkt. Die wichtigsten Veränderungen präsentiert Xing auf einer Sonderseite.
XING
Neue Social-Media-Aktivitäten bei der Deutschen Bahn
Die Deutsche Bahn will ihr Engagement im Social Web verstärken. Das Unternehmen soll damit näher an die Kunden gebracht werden. Ob dieser zweite Versuch nach der letztjährigen Chefticket-Aktion gut geht, wird bei t3n diskutiert.
t3n News
Green IT: Wie viel Strom verbraucht das Netz?
Die großen IT-Unternehmen wie Google und Facebook verbrauchen enorme Mengen an Energie. Ökologische Nachhaltigkeit spielt dabei bislang kaum eine Rolle. Durch räumliche Distanz und Abstraktheit der Cloud fehlt bei den Endverbrauchern das Bewusstsein; ein blinder Fleck im Auge der digitalen Gesellschaft.
ZEIT Online
ASB Bank pusht ihre Facebook-Filiale
Die neuseeländische Bank belässt es nicht bei der bloßen Präsenz im sozialen Netz sondern verfügt über die weltweit erste Facebook-Filiale. Hier können sich die Kunden via Facebook-App direkt mit ihren Bankberatern austauschen. Hype oder realistisches Geschäftsmodell?
Social Banking 2.0
Online bringt mehr als Fernsehen
Onlinewerbung ist im Kampagnenmix zu Unrecht unterrepräsentiert. Eine Studie von Yahoo Deutschland hat ergeben, dass sich die Zahl der Produktkäufe durch Onlinewerbung stärker steigern lässt als durch TV und Print.
internetworld.de
April: Ausnahmen bestätigen die Regel
Nach der Explosion der Besucherzahlen im durch Japan, Libyen und Wahlen geprägten März gingen die Klickzahlen bei den Finanzportalen im April erwartungsgemäß wieder stark zurück. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Als einzige Seite konnte der Online-Ableger des Manager Magazins im Vergleich zum März gegen den Trend stark hinzugewinnen.
Die aktuellen „Top 3“-Platzierungen lesen sich folgendermaßen:
- Visits in Mio. (April 2011, IVW)
12,75 – finanzen.net
11,48 – OnVista
8,88 – FTD.de
- Page Impressions in Mio. (April 2011, IVW)
79,09 – OnVista
68,43 – finanzen.net
48,57 – ARIVA.DE
- Veränderungen Visits März/April (IVW)
+18,60% – manager-magazin.de
-17,76% – wallstreet:online
-17,81% – ARIVA.DE
- Veränderungen Page Impressions März/April (IVW)
+38,63% – manager-magazin.de
-2,68% – wallstreet:online
-9,76% – finanznachrichten.de
Social Media ROI: „A multiple choice scoring to an essay question”
Die Frage nach einem Social Media Return on Investment könnte wohl eines der meistdiskutierten Themen des Jahres in der Medienbranche werden. Immer mehr Unternehmensvorstände verlangen handfest Zahlen. Doch wie sollen die Erfolge erfasst und quantitativ dargestellt werden? Ein typischer ROI wie im klassische Marketing ist an dieser Stelle kaum realisierbar. Es handelt sich um menschliche Interaktionen, um Dialoge, Gespräche und Konversationen zwischen Unternehmen und Kunde aber auch zwischen Kunde und Kunde. Wie soll durch eine Kennzahl Ironie, Sarkasmus, mitschwingende Untertöne oder Subtexte erfasst werden? Und wie ist das Aufwand-Erfolgs-Verhältnis?
Es fängt schon mit dem Problem der Aufwandserfassung an. Die meisten Unternehmen dachten sich, wir probieren das mal aus, wir wollen dabei sein. Es fing also mit einem Versuch an, neben dem Tagesgeschäft Social Media Aktivitäten zu schalten. Doch auch nach dem ersten Hype hält sich das Thema Social Media bei den Unternehmen und die Fananzahlen wachsen. Der Aufwand steigt; doch nur selten werden dafür auch neue, eigene Ressourcen geschaffen.
Dass sich Social Media Aktivitäten nicht 1:1 in den Absatzzahlen ablesen lassen zeigt beispielsweise die wohl bekannteste und erfolgreichste Online Marketing Kampagne im Social Web: Die Old Spice Kampagne. Die Interaktionen im Web stiegen zwar um 800% an, wohingegen sich die Umsätze „nur“ um 107% steigerten.
Eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass sich Social Media Aktivitäten lohnen und sich nach eigenen Angaben positiv auf die wirtschaftliche Lage von Unternehmen auswirken. Dabei spielt vor allem der Zugang zu Wissen eine zentrale Rolle, der durch die vereinfachte und kostengünstigere Kommunikation und Vernetzung, auch intern den Unternehmen langfristig einen Vorteil verschafft, die Social Media Dienste einsetzen.
Es müssen also andere Erfolgskriterien definiert werden und Aktionen festgelegt werden, mit denen die gesetzten Ziele erreicht werden können. Eine gute nach außen vermittelbare Erfolgsgröße ist die Reichweite, die angibt, wen eine Nachricht erreicht und wer darauf reagiert. Ziele von Social Media Aktivitäten sind hauptsächlich die Bildung und Stärkung einer Marke, der kommunikative Eindruck eines Unternehmens, Kundenbindung etc. Bei der Erfolgsmessung geht es dann weniger darum, das Ergebnis als Kennzahl anzugeben, als vielmehr festzustellen, ob man mit der Konversation und den Dialogen mit (potentiellen) Kunden das erreicht hat, was man sich vorgenommen hatte. Die Stimmung der Kunden lässt sich zwar teilweise in positive, negative und neutrale Reaktionen einteilen; dabei sollte man jedoch beachten, den gesamten Gesprächsverlauf zu betrachten, da sich die Stimmung während des Dialogverlaufs ändern kann.
Es muss sich also von der Vorstellung gelöst werden, Social Media wäre wie jede klassische Marketing-Kampagne durch ein Reporting zu dokumentieren; denn eine Diskussionsfrage lässt sich eben nicht durch das Ankreuzen einer Mutiple-Choice-Antwort klären.

